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Gottesdienste in der Martin-Luther-Kirche, Spiegelau:

Gottes Wort - Balsam für die Seele


Balsam für die Seele – Meditativer Abendgottesdienst

Sonntag 17.10.2021 19:00 Uhr
mit Diakonin Gabi Neumann-Beiler

Sonntag, 21.11.2021 17:00 Uhr
mit Diakonin Gabi Neumann-Beiler


Auf unserem YouTube-Kanal "Evangelisch in Spiegelau" können sie Andachten, geistliche Musik und Geschichten aus der Bibel  digital erleben.


Geistliches Wort (2. Timotheus 1, 7)

An schlechten Nachrichten ist kein Mangel in den letzten Wochen. Viele Menschen - auch hierzulande - sind bedroht durch Armut, Arbeitslosigkeit und unsichere Beschäftigung. Auch viele Renten sind so bemessen, dass man sich auf den Ruhestand nicht freuen mag. In der Kranken- und Altenpflege herrscht ein nicht mehr zu übersehender Notstand. Die übermäßige Erderwärmung bedroht mit ihren Folgen einen großen Teil der Weltbevölkerung. Das Elend der Flüchtlinge und Vertriebenen weltweit nimmt kein Ende. Und jetzt hat uns auch noch das Corona-Virus im Griff. Nicht nur die Gesundheit, sondern auch die wirtschaftliche Existenz vieler Millionen Menschen ist in Gefahr. Es kommt u. a. teilweise zu erheblichen Einschränkungen im privaten wie im öffentlichen Bereich. Das sind wir in unserem, eigentlich so reichen und gut organisiertem Land nicht mehr gewöhnt.


Der Ernst der Situation ist nicht mehr wegzuleugnen. Wie soll es weitergehen? Wie werden wir diese schwierige Zeit überstehen? Viele Menschen in unserem Land sorgen sich um die Zukunft. Was können wir tun? Können wir überhaupt was tun? Da macht sich verständlicherweise leicht Verzagtheit breit.

Können wir aus unserem Glauben Hoffnung schöpfen? Hat die Bibel Trost und Stärkung für uns? Was erfahren wir durch Gottes Wort?

Der Apostel Paulus, der selbst Not, Leiden, Gefangenschaft und Todesangst durchlitten hat, schreibt an Timotheus, einen seiner engsten Getreuen, der wieder einmal vor fast unlösbaren Aufgaben steht, folgenden Satz:
„Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“

Verzagtheit ist ein altes Wort, das heute kaum noch gebraucht wird. Aber es drückt gut aus, worum es geht:
Die Verzagtheit sieht die Probleme des Lebens und der Menschen und resigniert: „Daran können wir auch nichts ändern.“
Die Verzagtheit lässt den Kopf in den Sand stecken.
Die Verzagtheit führt Menschen dazu, nur noch an sich selbst zu denken, sich ins Private zurückzuziehen: „Hauptsache, mir geht es gut.“
Die Verzagtheit lässt die gewähren, die aus der Not anderer Menschen ihren Vorteil ziehen.
Die Verzagtheit drückt sich vor der Verantwortung.
Die Verzagtheit stellt sich nicht den Herausforderungen der Zukunft.

Aber: Wir Christen sollen unsere Verantwortung unseren Mitmenschen gegenüber übernehmen - jeder auf seinem Platz. Wir sollen und können uns den Herausforderungen stellen, die auf uns zukommen. Und wir können die Last annehmen, welche die Probleme mit sich bringen, mit denen wir konfrontiert sind.

Gott wird uns nicht einfach die Last von den Schultern nehmen. Aber er gibt uns die Kraft, sie zu tragen. „... Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ Kraft - Liebe - Besonnenheit - das sind die Werkzeuge, die gegen die Verzagtheit helfen.

Gottes Geist schenkt Kraft. Gott schenkt uns Christinnen und Christen den Geist der Kraft. Diese Kraft dürfen und sollen wir einsetzen, wo es nötig ist. Gottes Geist setzt Energien frei, damit wir nicht vor den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft einknicken. Gottes Geist der Kraft gibt den Mut, an der richtigen Stelle „Nein“ zu sagen, oder auch ein beherztes „Ja“. Gottes Geist der Kraft gibt den Mut, an der richtigen Stelle auf den Tisch zu hauen und die Wahrheit beim Namen zu nennen. Wenn Sorgen und Probleme von Menschen verniedlicht werden, braucht es die Kraft zu widersprechen. Gottes Geist schenkt Kraft, schwierige Lebenssituationen auszuhalten, schenkt Mut, auch Hilfe anzufordern.
Gottes Geist der Kraft lässt Christinnen und Christen entschlossen für Wahrheit und Gerechtigkeit eintreten.

Aber Kraft allein tut es nicht. Deshalb schenkt Gott uns auch die Liebe. Der Geist der Liebe lässt eben vom eigenen Vorteil wegschauen und das Wohl der Mitmenschen entdecken. Das beginnt in der eigenen Familie, aber es endet eben nicht da. Die eigenen Kräfte zum Wohl der Mitmenschen einsetzen, in der Gemeinde, in Stadt und Land und zwischen den Völkern. Gottes Geist lässt Liebe leben. Der Geist der Liebe lässt ideenreich werden. Mit Staunen entdecken wir, was wir Menschen uns Gutes tun können.

Als Drittes nennt Paulus den Geist der Besonnenheit. In diesem Wort steckt der Begriff „besinnen“, das bedeutet: nachdenken, Vernunft walten lassen, nicht vorschnell urteilen und handeln, sich nicht von „fake news“ treiben und beeinflussen lassen, sich auf die eigenen Stärken besinnen, aber auch die eigenen Schwächen berücksichtigen, das Für und Wider abwägen. Es ist gut, dass Gott uns mit seinem Geist neben Kraft und Liebe auch die Besonnenheit schenkt. Sie lässt uns auch zur Besinnung kommen, zum Nachdenken über das eigene Leben und das Leben der Mitmenschen. Besinnung ist auch Stille und Ruhe und Zuhören, neues Fragen: Wie möchte ich leben? Was hat Gott jetzt mit mir vor?

Sie merken: Wenn wir Gott um seinen Geist bitten, er uns mit seinen Geist der Kraft, Liebe und Besonnenheit ausstattet, dann werden wir nicht verzagen. Dann werden wir auch die scheinbar unüberwindlichen Probleme in unserem Land und unserer Welt als Christinnen und Christen mutig und im Geist der Liebe anfassen.

Gott der Herr segne Sie alle und gebe Ihnen den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.


Ihre Diakonin
Gabi Neumann-Beiler





 

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