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Einführung von Diakonin Gabriela Neumann-Beiler ins Amt einer Gemeindediakonin der Kirchengemeinde Grafenau

PNP vom 9.12.2002 Lokalteil Grafenau:                                                                   
Evangelische und katholische Christen feierten gemeinsam Amtseinführung von Diakonin
Landesbischof Dr. Johannes Friedrich ernannte Gabriela Neumann-Beiler zur „Dienerin“ auf Lebenszeit
von Ursula Langesee
Grafenau. Mit einem Gottesdienst und einem Gemeindefest in der Christuskirche wurde gestern nachmittag Gabriela Neumann-Beiler (42) aus Spiegelau als Evangelische Diakonin in der Kirchengemeinde Grafenau von Dekan Walter Schmidt und fünf selbstgewählten Assistenten in ihr Amt eingeführt. Bei der dreistündigen Feier wurde Ökumene gelebt: viele katholische Christen nahmen daran teil. Harmonisch verbunden waren Gottesdienst und Gemeindefest in der Christuskirche gleich von Anfang an. Denn die Kirchenbänke wurden durch lange Kaffeetafeln ersetzt. Ein festlicher Einzug unter anderem mit Dekan Walter Schmidt, Pfarrer Friedemann Kohler, Diakonin Gabriela Neumann-Beiler und Vertretern der katholischen Kirche wie die Pfarrer Hubert Gerstl und Johann Pöppel (Gemeinde Spiegelau) und Kaplan Erwin Jaindl (Grafenau) eröffnete die Amtseinführung, die von vielen Liedern begleitet wurde.
Die Ernennungsurkunde des Landesbischofs der Evanglisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Dr. Johannes Friedrich, verlas Diakonin Elisabeth Peterhoff. Sie ist die erste Vorsitzende der Diakoninnen in Deutschland und lernte Neumann-Beiler 1984 bei der Ausbildung in der Diakonninengemeinschaft Rummelsberg/Mittelfranken kennen. "Gabi war eine der sieben Diakoninnen der ersten Stunde. Wir haben damals als erste Frauen in diesem Amt harte Zeiten erlebt. Aber sie hat von Anfang an die Gemeinschaft mitgeprägt. Es freut mich, dass sie als Diakonin ausgesandt worden ist und jetzt als Diakonin auf Lebenszeit in ihrer Heimat wirken kann."
Die Arbeitsschwerpunkte von Gabriela Neumann-Beiler auf ihrer halben Stelle sind sehr vielseitig. Sie reichen vom Religionsunterricht über Gottesdienste, Konfirmandenarbeit, Kinderbibelwoche, ökumenische Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit, Projekte und Aktionen bis zur Urlauberseelsorge.
Die Einführungshandlung mit Handauflegung und Segenswünschen vollzogen mit Dekan Walter Schmidt Pfarrer Friedemann Kohler, Diakonin Elisabeth Peterhoff, Pastoralassistentin Maria Öllinger, Kirchenvorstand Christian Ueberham und Pfarrer Hubert Gerstl.
Allein, dass zwei der fünf von Neumann-Beiler selbsterwählten Assistenten Katholiken sind, war ein deutliches Zeichen für die gewinnbringende Zusammenarbeit der beiden Konfessionen, an der sie in der Kirchengemeinde Grafenau maßgeblichen Anteil hat.
Für die Ökumene dankte auch Dekan Schmidt in seiner Predigt. Sie folgte auf das Spiel der Kinder zum Evangelium vom "barmherzigen Samariter", das sich Gabriela Neumann-Beiler gewünscht hatte. Am Beispiel des Samariters, der einem verfeindeten Juden half, wo ein Priester und ein Levit einfach vorbeigingen, erklärte der Dekan, was Nächstenliebe bedeutet.
"Nächstenliebe bedeutet Geben und Nehmen. Es bedeutet wach zu sein wie der Samariter, genau hinzusehen, um die Not zu erkennen. Und es bedeutet "Mitleiden": Sympathie zu empfinden, aber auch zornig sein zu können."
"Dort, wo Menschen das tun, was nötig ist, leuchtet etwas vom Licht aus der Höhe", spannte Schmidt abschließend den Bogen zum Advent. Er wünschte Diakonin Neumann-Beiler viel Freude, Kraft im Amt und die Liebe des barmherzigen Samariters.
Für die politische Gemeinde Spiegelau sprach Bürgermeister Josef Luksch. Er wünschte der Diakonin eine gute Redegabe, Überzeugungskraft und gute Zuhörer und dass ihr Beruf die Berufung zu dienen bleibe. Rektor Anton Seibold von der Grund- und Hauptschule Spiegelau dankte Neumann-Beiler für den sehr gut vorbereiteten und engagierten Religionsunterricht an seiner Schule, der selbst die Acht- und Neuntklässler begeistere.
"Als ganz große Ehre und etwas ganz Besonderes", empfand es Maria Öllinger Assistentin bei der Einführungshandlung sein zu dürfen. Gemeinsam mit der Diakonin feiert sie oft den Gottesdienst. "Dass zwei Frauen am Altar stehen, das findet man nicht oft. Hier sind wir im Bayerischen Wald wirklich fortschrittlich. Hier wird Zukunft gelebt", ist sie überzeugt.
Da der Prophet bekanntlich nichts im eigenen Land gilt, ist Karin Dempewolf als Vertrauensfrau des Kirchenvorstands froh, dass Neumann-Beiler keine Prophetin , sondern Diakonin "Dienerin" ist. Sie wünschte ihr, dass sie weiterhin der Gemeinde gut und vielfältig dienen könne.
"Wir sind Gottes Mitarbeiter". Mit diesem Spruch habe sie Pfarrer i. R. Julius Kasperowitsch vor 20 Jahren verabschiedet. Der Dank der Diakonin galt allen , die sie auf ihrem Weg begleitet haben und sie forderte sie auf: "Macht weiter so!"
Neben ihrer Amtseinführung gab es gestern auch das 50. Ordinationsjubiläum von Pfarrer Hans-Ulrich Scheffler zu feiern. Er wurde von Dekan Schmidt und Pfarrer Kohler gesegnet.

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